.Mikail Aslan Ensemble

Die musikalischen Wurzeln des Ensembles liegen in der kurdischen, armenischen, persischen und türkischen Musikkultur. meisten Texte der Musikstücke sind in 

 

Das Mikaîl Aslan Ensemble Mikaîl Aslan Dieter Schmalzried Günter Bozem Cemil Qoçgiri Zafer Küçük Geboren wurde Mikaîl 1972 in Dersim (Tunceli) in der Türkei. Während einer Deutschlandreise 1995 fiel die Entscheidung in Deutschland zu bleiben, da in der Türkei Strafverfolgung wegen 'Singen in einer verbotenen Sprache' drohte. 1999 nahmt er das Solo-Projekt „Agerayis“ in seiner Muttersprache Zazaki auf. Um die Musik auch im Konzert spielen zu können, suchte er nach Musikern mit Jazzerfahrung, um seine traditionelle Musik zu erweitern.

Im Februar 2000 wurde das Mikaîl Aslan Ensemble von Mikaîl Aslan, Michael Weil und Dieter Schmalzried in Mainz gegründet. Die musikalische Grundlage sind Eigenkompositionen und traditionelle Stücke aus der Heimat von Mikaîl. Dabei liegen die musikalischen Wurzeln in der kurdischen, armenischen, persischen und türkischen Musikkultur. Die meisten Texte der Musikstücke sind in Mikaîls Muttersprache Zazaki verfasst, die mit dem Kurdischen und Persischen verwandt ist. Auf der Basis dieser Kompositionen entwickelt das Ensemble in gemeinsamer Arbeit die Verknüpfung der vorderasiatischen Musikkultur mit Elementen aus europäischer Musik, Jazz, Pop und Folk.

Das erste gemeinsame Projekt der Musiker waren "Klänge vom Euphrat", das 2002 in Konzerten in Deutschland präsentiert wurde. 2003 wurde die CD „Kilitê Kou“ veröffentlicht, die ein Dokument der alevitischen Mystik und Kultur aus Mikaîls Heimat Dersim darstellt. Dazwischen komponierte und spielte das Ensemble die Musik zu zwei Dokumentarfilmen über Anatolien (arte TV / ZDF). Der vorläufige Höhepunkt dieser Arbeit war ein Konzert des Ensembles mit dem Sinfonieorchester des Peter-Cornelius-Konservatoriums Mainz in der Uraufführung der Sinfonie Nr. 5 „Connections“ von Gerhard Fischer-Münster am 20. April 2005. Die Sinfonie ist um das Stück „Flucht des Munzur (Remayise Munzuri)“ von Mikaîl Aslan komponiert und verbindet traditionelle anatolische und moderne europäische Klänge. Ebenfalls 2005 wurde die dritte Solo-CD „Miraz“ aufgenommen. Im Jahr 2006 wurde das Projekt "Sound of the Tembur" gemeinsam mit der Sängerin Aynur weltweit auf Tour aufgeführt. Die vierte CD "Zernkut" erschien im Jahr 2008. 2009 wurde für den Dokumentarfilm "Kick off" des Regisseurs Hüseyin Tabak, unter dem Produzenten Josef Aichholzer, die Filmmusik komponiert und eingespielt. 2010 erschien die CD 'Petage' - Armenische Lieder aus Dersim. Das Ensemble hatte inzwischen zahlreiche Festivalauftritte und Konzerte, unter anderem auch in Rundfunk und Fernsehen, in Europa, Asien und Nordamerika.